einen Bewegungsunschärfe-Effekt erstellen

Bewegungsunschärfe ist eine großartige Methode, um jede Bewegung in einem Foto, Video oder einer Animation zu betonen. Wir sehen, dass dieser Effekt immer in der Sportfotografie, in Formel Eins Rennen und Bildern vom pulsierenden Großstadtleben genutzt wird, er kann aber in praktisch jedem Szenario eingesetzt werden. Im Grunde bildet Bewegungsschärfe die natürliche Wahrnehmung des menschlichen Auges nach, somit sieht eine Action-Aufnahme meistens seltsam aus, wenn sie nicht leicht unscharf ist. Nachstehend haben wir einige einfache Techniken aufgezeigt, um in Ihrem Werk eine absichtliche Bewegungsunschärfe zu erzeugen.


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Ihre Kamera stabilisieren
Es gibt zwei hauptsächliche Methoden, um eine hochwertige Unschärfe zu erzielen: erfassen Sie ein Bild eines beweglichen Objekts oder bewegen Sie die Kamera, während Sie ein Standbild aufnehmen. Meistens führen Sie Ersteres durch, daher ist es wichtig, dass Ihre Kamera vollkommen ruhig bleibt, wenn Sie diese Fotos aufnehmen. Wir empfehlen die Investition in ein robustes Stativ, doch wenn Sie über diese finanziellen Mittel nicht verfügen, sollten Sie Ihre Kamera zumindest auf eine ebene, stabile Oberfläche stellen. 

Mit einer fixierten Kamera wird jede Bewegung des Motivs erfasst. Damit können Sie die Belichtungszeit und weitere Kameraeinstellungen fein abstimmen, um Bedingungen für die perfekte Unschärfe zu schaffen.  

Die Verschlusszeit verlangsamen
Letztlich erfolgt Bewegungsunschärfe, weil der Kameraverschluss lange genug offen bleibt, um die Bewegung zu erfassen. Je länger der Verschluss offen ist, desto mehr Bewegungsunschärfe wird erzielt. Hierfür müssen Sie eine langsamere Belichtungszeit einstellen. Schnelle Verschlüsse arbeiten mit etwa 1/1000stel einer Sekunde oder noch schneller, während längere Verschlüsse jeweils einige Sekunden offen bleiben. Mit Ersterem kann es äußerst schwierig sein, Bewegungsunschärfe zu erfassen, aber mit Letzterem erzeugt fast jede Bewegung den beabsichtigten Unschärfe-Effekt.   

Was ist also die ideale Belichtungszeit? Jede Situation ist anders und alles hängt von Ihrem Motiv ab. Wenn Sie zum Beispiel Fotos eines rennenden Gepards aufnehmen (Vorsicht!) sollte die Belichtungszeit schneller sein. Dagegen können Fotos von Menschen, die auf einem Boulevard in der Innenstadt spazieren gehen, wahrscheinlich eine langsamere Verschlusszeit nutzen. Sie müssen auch die Lichtmenge in Ihrer Aufnahme berücksichtigen, weil lange Verschlusszeiten mehr Licht in die Kamera eindringen lassen. Mit ein wenig Übung und Experimentieren finden Sie die goldene Mitte zwischen Bewegungsunschärfe und Gesamtbelichtung. 

Manuellen oder Prioritätsmodus verwenden
Wenn Sie mit den Eigenarten Ihrer Kamera vertraut sind, können Sie das endgültige Bild besser beeinflussen, wenn Sie Verschlusspriorität oder den manuellen Modus verwenden. Beide Modi bieten viel mehr Kontrolle als Automatik, sodass Sie eine präzisere Belichtungszeit, Blende und mehr auswählen können. Wir empfehlen, mit Verschlusspriorität anzufangen, sodass Sie die Belichtungszeit einstellen können und die anderen Einstellungen werden automatisch optimiert. Wenn Sie sich sicher fühlen, gehen Sie zum manuellen Modus. Haben Sie keine Angst, Fehler zu machen!

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