Bestes Videoformat für Stockvideos

Heutzutage benötigen Stockvideos mehr Festplattenplatz als früher, insbesondere wenn die Aufnahme mit höheren Auflösungen als 4K erfolgt. Somit ist die Auswahl des richtigen Videoformats noch wichtiger, weil Ihre Videos zu einem Gleichgewicht zwischen Qualität und Zweckmäßigkeit gelangen müssen. Es gibt keine Patentlösung für alle Videografen, dies ist aber bei der Berücksichtigung Ihrer Kamera und Thematik hilfreich. 

Wenn Sie beispielsweise mit einer hochwertigen 4K Digitalkamera fotografieren, sollten Sie einen Codec auswählen, der dieses unglaubliche optische Detail nutzen kann. Wenn Sie dagegen Stockvideos mit einem Smartphone erstellen, müssen Sie wahrscheinlich keinen Speicherplatz für die hochwertigsten Codecs verschwenden. Nachstehend haben wir einige der besten Videoformate für Stockvideos, ihre einzigartigen Vor- und Nachteile und wofür sie am besten geeignet sind, aufgezeigt.  


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H.264
In den letzten Jahren wurde H.264 ein zuverlässiger Standard für Video-Uploads — insbesondere, wenn Sie preisgünstige oder Mid-Range-Geräte verwenden. Für den durchschnittlichen Videograf, der ein Nebengeschäft mit Stockvideos gründen möchte, bietet H.264 überschaubarere Dateigrößen, als High-End-Codecs. Um dies zu erreichen, komprimiert der Codec die Videoqualität ein wenig und durch die zusätzliche Komprimierung wird sie CPU-intensiver, wenn Sie eine nicht lineare Zeitleiste bearbeiten. 

Wenn Sie erhebliche Farbkorrekturen durchführen möchten, ist der H.264 Farbraum nicht so detailliert, wie PhotoRes oder PhotoJPEG. Im Großen und Ganzen ist H.264 dennoch eine solide Option, weil er von der meisten Bearbeitungssoftware und den meisten Media Players unterstützt wird und der Standard Codec für viele Prosumer-Geräte ist. Social Media Plattformen wie Facebook transcodieren sogar Videodateien standardmäßig in H.264! Wenn Sie einen Stockvideo-Vorgang starten, ist H.264 ein guter Ausgangspunkt.

ProRes
Am anderen Ende des Codec-Spektrums ist die ProRes Codec-Familie eine ideale Möglichkeit, wenn Sie Stockvideos mit professionellen Geräten aufnehmen. Dateigrößen sind erheblich größer als H.264, dies liegt jedoch daran, dass Sie einen intensiveren Farbraum und Support für die höchsten Bitrates (mit ProRes 4444 XQ erhalten Sie bis zu 12 Bits pro Bildkanal) erhalten und jeder Video-Frame separat komprimiert wird. 

Je nach Anforderungen gibt es eine Vielfalt von ProRes Versionen, die verschiedene Komprimierungsraten bieten. ProRes 4444 XQ hat die höchste Datenrate (ungefähr 500 Mbps), aber es gibt auch ProRes 422 HQ (220 Mbps), ProRes 422 (147 Mbps), ProRes 422 LT (102 Mbps) und ProRes 422 Proxy (45 Mbps). Sie müssen eine spezielle Konvertierungssoftware wie Compressor (Mac) oder Miraizon (Windows/Mac) erwerben, um ProRes-Dateien zu erstellen. 

PhotoJPEG
Zum Schluss bietet PhotoJPEG ein zufriedenstellendes Gleichgewicht zwischen der Zweckmäßigkeit von H.264 und der ausgezeichneten Auflösung von ProRes mit einer mittelgroßen Videokompression. Für Prosumer und aufstrebende Profis ist PhotoJPEG bezüglich des Einreichens von Stockfotografie allgemein angesehener als H.264 und wird von allen Stockagenturen unterstützt. Der Codec-Farbraum ist für die meisten Anwendungen hervorragend, mit Support für 4:4:4 und darunter. Dies ist auch eine ausgezeichnete Möglichkeit, wenn Sie Stockgrafiken oder Animationen erstellen, weil Ihre illustrierte Arbeit äußerst detailliert angezeigt wird. 

Andererseits sind PhotoJPEG-Dateien dennoch deutlich größer als H.264, was problematisch sein kann, wenn Sie es mit einem riesigen Videoarchiv zu tun haben. Dies ist auch ein 8-Bit-Codec, wenn Sie also einen 4:4:4 Farbraum nutzen, können die Farben leicht verblasst sein. Im Großen und Ganzen gibt es kein perfektes Videoformat, wenn Sie aber Ihre persönliche Kameraeinrichtung und erforderliche Auflösung berücksichtigen, finden Sie bestimmt einen passenden Codec.   

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