Was ist ein Greenscreen und wie kann ich ihn verwenden?

Auch als “Chroma Keying” bekannt, ermöglichen Greenscreens Filmemachern, ihr Thema im Weltall, vor einer Wettervorhersage oder an jedem Ort, den sie sich vorstellen, zu platzieren. Der Effekt ist heutzutage in Filmen, TV-Nachrichtensendungen, Sportreportagen und Videospielen weit verbreitet. Mit einem weißen Blatt, gut positionierter Beleuchtung und einem Laptop kann jeder diese Technik für seine nächste Produktion nutzen.


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Wie funktioniert ein Greenscreen?
Der Grund für den Namen “Chroma Keying” ist einfach, aber brilliant. In der Videobearbeitungssoftware können Sie eine bestimmte Farbe (oder “Schlüssel”) auswählen, die aus Ihrem Video entfernt wird. Dann können Sie die Farbe durch eine andere Ebene des Videos ersetzen. Richtig durchgeführt, kann sie eine realistische Kulisse simulieren und die Darsteller sehen wie aus einer anderen Welt aus. 
 
Sind sie immer grün?
Eigentlich kann der Chroma Key-Prozess mit jeder beliebigen Hintergrundfarbe durchgeführt werden, doch grün und blau sind am beliebtesten. Weil sich diese Farben komplett von der Hautfarbe eines Menschen unterscheiden, ist die Gefahr gering, dass Körperteile abgeschnitten (oder "herausgefiltert") werden. Digitale Videokameras reagieren empfindlich auf grün, sodass für einen bereinigten Key weniger Bearbeitung und Beleuchtung erforderlich sind. Andererseits sind Bluescreens für Filmkameras besser geeignet, weil das Negativ des Films auf den Blaukanal begrenzt werden kann. Dies führt zu einem klaren Hintergrund, der dann auf ein anderes Negativ kopiert werden kann, um die finale Wirkung zu erzielen.
 
Blau und grün werden vielleicht bevorzugt, aber Farben wie Magenta und rot wurden auch verwendet, um Objekte verschwinden zu lassen oder einen Hintergrund zu ersetzen.  
 
Wer hat die Technologie erfunden?
In den 1930er Jahren entwickelt, hat RKO Pictures zum ersten Mail Bluescreens für die Erstellung aufwändiger Übergänge verwendet, so wie ein Scheibenwischer, der eine vorherige Szene einfach weg wischt. Bis 1940 wurde die Bluescreen-Technologie für visuelle Effekte in den Handlungen von Filmen verwendet. Dieses anfängliche Chroma Keying hatte viel mehr Einschränkungen, als die heutigen Greenscreens. Anfangs mussten Kameras stationär sein, damit der Effekt funktionierte, und auch Darsteller konnten ihre Perspektive nicht wechseln.
 
Bis in die 1980er Jahre waren Computer schon so weit fortgeschritten, dass sie den optischen Druckprozess steuern konnten, der für das Kombinieren von Darstellern und Hintergrundbildern erforderlich war. Heutzutage kann dies auf einem Laptop mit einem Tastendruck erfolgen und Sites wie Shutterstock ermöglichen Filmemachern, ihrer Arbeit Greenscreen-Bilder hinzuzufügen, ohne ein Einzelbild aufnehmen zu müssen. Elefanten, Flugzeuge und große Menschenmengen können sofort in eine Szene eingebettet werden.
 
Wie kann ich einen Greenscreen in meiner nächsten Produktion verwenden?
Hier ist aufgeführt, was Sie für die ersten Schritte benötigen:

  1. Hintergrund: Es gibt viele Möglichkeiten, um eine geeignete Kulisse für Chroma Keying zu erstellen. Machen Sie ruhig einen Abstecher in ein lokales Bastelgeschäft und sehen Sie nach, ob es einen bunten Stoff im Sortiment hat. Sie können im Baumarkt auch grüne Farbe kaufen, wenn Ihr Studio glatte Wände oder eine glatte Verkleidung hat. Solange der Hintergrund Ihren gesamten Kamerarahmen ausfüllt und keine Schatten wirft, sind Sie auf der sicheren Seite.

  2. Richtige Beleuchtung: Neben Ihrem Screen ist eine gute Beleuchtung das wichtigste Element, um einen glaubwürdigen Effekt zu erzeugen. Wenn Sie weiches Licht nutzen, sollten Sie es gleichmäßig über den Hintergrund verteilen, während Sie Ihr Thema separat beleuchten, um Schatten und Spiegelungen zu minimieren. Um diesen Prozess zu unterstützen, schieben Sie Ihr Thema wenige Meter vor den Screen und beleuchten es dann mit einem Drei-Punkt-System (z. B. zwei schräg angebrachte Lampen auf jeder Seite, die mit dem Thema ein Dreieck bilden).

  3. Stativ: Software für Bewegungserkennung ist für die meisten Indie-Filmemacher kaum erschwinglich, deshalb ist das Fixieren der Kamera nach unten die beste Wahl. Schon durch leichtes Schütteln der Kamera kann Ihr Thema in den Greenscreen-Hintergrund "hüpfen", drücken Sie also einfach auf Aufzeichnen und treten Sie zur Seite.

  4. Videobearbeitungssoftware: Wenn Sie die ersten drei Schritte bewerkstelligt haben, sollte das Filtern des Hintergrunds einfach sein. Zuerst importieren Sie Ihre Greenscreen-Videos in die Software, platzieren ein Hintergrundbild auf eine zweite Spur und schalten dann den Chromakey-Filter ein. Wenn sichtbares grün oder Körnigkeit übrig ist, können Sie die Farbeinstellungen weiter anpassen. 

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