Normale Bilddateiformate

Bei der Auswahl von Bildern geht es nicht allein um das Finden eines schönen Bildes. Man benötigt eine Kombination aus kreativen und technischen Fähigkeiten, um nicht nur zu verstehen, was ausgewählt werden soll, sondern auch welcher Bildtyp für Ihre Anforderungen geeignet ist. Daher haben wir dieses Anleitung zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie den Unterschied zwischen Freude und Desaster für Ihr nächstes Projekt verstehen können.


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Bildtypen
Alle Bilder fallen unter zwei Grundkategorien: Raster und Vektorgrafik.

Rasterbilder
Rasterbilder sind für Fotografie und gescannte Dokumente geeignet. 

Die Qualität eines Rasterbildes wird als Auflösung bezeichnet. Auflösung wird in ppi (Pixes pro Zoll) oder dpi (Punkte pro Zoll) gemessen. PPI misst Pixel auf einem Bildschirm, während dpi die Tintentropfen auf einer gedruckten Seite misst. Je höher die ppi oder dpi, desto höher die Qualität. 

Während dpi als einzelne Zahl ausgedrückt wird (die meisten Fotos haben mindestens 300 dpi), wird ppi normalerweise in mehreren Abmessungen aufgeschrieben (400x1080 ppi).

Kommerzieller Druck für Projekte wie Fachbücher oder Marketingmaterialien erfordert hochauflösende Bilder mit mindestens 300 dpi. In Web- und mobilen Anwendungen sind die Anforderungen für Auflösung viel niedriger. Weil hochauflösende Bilder größere Dateien haben, nutzen Web- und mobile Anwendungen Bilder mit niedrigerer Auflösung für schnelleres Laden. 

Wenn Sie die physische Größe eines Rasterbildes erhöhen, verschlechtert sich die Qualität. Wenn Sie die Größe reduzieren, erhöht sich die Qualität. 

Zum Beispiel:
Wenn Sie ein 300 dpi Bild mit zwei mal zwei Zoll duplizieren, erhält es 150 dpi.  Wenn Sie die Größe halbieren, erhält es 600 dpi.

Die Bearbeitung dieser Bilder ist viel schwieriger, als bei Vektorgrafiken.

Die für Rasterbilder verfügbaren Farbmodi variieren, doch die gängigsten sind CMYK, RGB und Indexfarbe.

Photoshop ist das beliebteste Programm für die Bearbeitung von Rasterbildern.  

Vektorgrafiken
Vektorgrafiken werden meistens in kommerziellen Druckanwendungen verwendet und funktionieren gut für Illustrationen, Logos,  Grafiken mit viel Text, Tabellen und Diagrammen.

Im Gegensatz zu Rasterbildern, sind Vektorgrafiken hinsichtlich Qualität nicht auf Auflösung angewiesen.  Ihre Qualität bleibt in jeder Größe erhalten, sodass sie für Drucke im Großformat eine beliebte Wahl sind.

Dateitypen:

Windows Bitmap (BMP): Raster
Von Microsoft für sein Betriebssystem entwickelt. Sie sind für größere Dateien hochwertig und dekomprimiert und nicht Web-freundlich. Sie funktionieren nicht im Web und die Qualität wird beeinträchtigt, wenn Sie sie vergrößern bzw. verkleinern.

Joint Photographic Expert Group (JPG): Raster
Das gängigste Format, viele Kameras fotografieren in jpg. Komprimierung bedeutet, dass Sie bei jedem Bearbeiten und Speichern des Bildes an Qualität verlieren.

Graphic Interchange Format (GIF): Raster
Der Großvater von Webgrafiken, dieses Format gibt es seit 1989. Durch die kleine Dateigröße und  Support für Transparenz und Animation sind sie für Web-Arbeit beliebt. Sie wurden kürzlich durch die animierten gifs beliebter Filme von Will Farrell und anderen bekannt. Eine 8-Bit Farbpalette begrenzt das Format auf nur 256 Farben. Die Möglichkeit, mit Interlacing speichern zu können, bedeutet schnelleres Laden online. Das Bild öffnet sich schnell mit weniger Details, wenn es aber vollständig geladen ist, sind alle Details vorhanden.

Tagged Image File Format (TIF) Raster
Ein älteres, im Jahr 2009 von Aldus entwickeltes Format für die Anwendung in High-End-Drucken. Auch für kommerziellen Druck, Scan- und Computer-Faxanwendungen beliebt. Es verliert keine Qualität wie ein jpg und verfügt über mehrere Komprimierungsoptionen. Es wurde für seine Flexibilität angepriesen, obwohl es für Webgrafiken nicht genutzt werden kann.

Encapsulated Postscript (EPS): Raster oder Vektorgrafik
Scharfe Linien funktionieren gut für Text, Info-Grafiken und Strichzeichnungen. Kann Vektorgrafiken einfach bearbeiten und PANTONE oder sonstige Sonderfarben für kommerzielle Druckanwendungen verwenden. Die Ausnahme ist Photoshop EPS, was eigentlich eine TIF-Datei mit einer EPS-Endung ist.

RAW: Raster
Für Fotografie ausgezeichnet, weil die meisten Daten von Ihrer Kamera erfasst werden, was bedeutet, dass Sie die bestmöglichen Bilder haben. Ein Nachteil ist, dass die Optionen für die Bearbeitung von Fotoformaten auf Photoshop und die Software auf Ihrer Kamera begrenzt sind.

Portable Network Graphics (PNG): Raster
Kleine Dateigröße funktioniert gut für Arbeiten im Internet. Unterstützt Transparenz und verwendet nur indizierte Farben.

Portable Document Format (PDF): Raster oder Vektorgrafik
Während PDF eigentlich kein Bildformat ist, ist es heutzutage das universelle Dateiformat der Wahl für echte Profis. Eine PDF-Datei wird normalerweise in einem anderen Format erstellt und dann konvertiert. Es ist für die meisten Anwender zur Bearbeitung gesperrt und ist somit ein ausgewähltes Dateiformat für eBooks, Formulare und große Bilder. Die Qualität kann je nach Zusammensetzung niedrig oder hoch sein.

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