Ein Bild teilweise weichzeichnen

Professionelle Fotografen verwenden gerne die Tiefenschärfe einer Kamera, um ihr Thema zu betonen, während gleichzeitig der Hintergrund weichgezeichnet wird. Es ist ein schöner Effekt, der das menschliche Auge imitiert und Ihren Bildern Kinoqualität verleiht. Wenn Sie nicht wissen, wie die Tiefenschärfe maximiert wird, wenn Sie ein Foto aufnehmen, können Sie auch einen Weichzeichnen-Effekt hinzufügen, nachdem das Bild aufgenommen wurde. Des Weiteren möchten Sie vielleicht bestimmte Personen, Produkte oder Text in einem Bild weichzeichnen. Nachstehend haben wir ein paar Methoden für das Weichzeichnen eines Bildabschnitts aufgezeigt.


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Photoshop verwenden

  1. Nach dem Öffnen der Bilddatei müssen Sie “Speichern unter”, sodass Ihre Arbeiten für eine andere Version dieses Bildes übernommen werden können. Anschließend überlegen Sie, welchen Bildabschnitt Sie weichzeichnen möchten; in den meisten Fällen ist es der Hintergrund.
  2. Wählen Sie “Ebene duplizieren” im Abschnitt Ebene aus. Das Bild wird kopiert und als eine zweite Ebene gestapelt, sollte aber genauso aussehen.
  3. Nun zeichnen Sie die obere Ebene weich, während die untere unverändert bleibt. Hierfür gehen Sie zum Tab Weichzeichnen im Abschnitt Filter und wählen “Gaußscher Weichzeichner” aus. Jetzt ist Ihre gesamte obere Ebene unscharf. Bevor Sie entscheiden, welchen Bereich des Fotos Sie weichzeichnen möchten, können Sie die Weichzeichnen-Radien optimieren. Ein hoher Radius (ungefähr 10) macht Ihr Bild extrem unscharf, während ein kleiner Radius (weniger als 1) einen dezenteren Effekt erzeugt.
  4. Jetzt machen Sie Ihr Thema mit dem Radiergummi-Tool in der oberen Ebene “wieder scharf”. Währenddessen wird die Original (nicht weichgezeichnete) Ebene sichtbar. Sie können die Radiergummigröße für mehr Präzision auch reduzieren oder die Deckkraft des Radiergummis ändern, um zu beeinflussen, wie viel Unschärfe beseitigt werden soll. Eine hohe Deckkraft ist für weit offene Bereiche großartig, aber in den meisten Fällen sollten Sie eine geringe Deckkraft für eine dezentere Verschmelzung des Vorder- und Hintergrundes verwenden.
  5.  Wenn Sie mit dem Weichzeichnen-Effekt zufrieden sind, wählen Sie im Abschnitt Ebene "Bild ebnen" aus, um die zwei Ebenen in einem Bild zu kombinieren.

GIMP verwenden

  1. Zuerst wählen Sie das Tool Lasso-Tool aus (sieht wie ein Cowboy-Lasso aus). Damit können Sie den scharfen vom unscharfen Abschnitt Ihres Bildes abgrenzen. Sie können heranzoomen, um eine genauere Linie um den Vordergrund zu zeichnen.
  2. Wenn Sie mit dem Ziehen am Rand Ihres Themas fertig sind, stellen Sie sicher, dass Sie die Linie in einem kompletten Kreis verbunden haben. Sie erkennen, ob es richtig durchgeführt wurde, wenn die durchgehenden Linie gepunktet ist. Wenn sich die Linie nicht verändert, versuchen Sie, den ursprünglichen Punkt anzuklicken.
  3. Natürlich wird das Ziehen per Hand nicht perfekt sein, deshalb ist es sinnvoll, die Kanten der Linie abzumildern. Hierfür wählen Sie im Abschnitt Auswählen “Feder” aus. Wir empfehlen, mit 2 Pixeln zu beginnen und dann den Federeffekt dort zu verfeinern. Eine höhere Pixelanzahl erstellt eine noch weichere Linie.  
  4. Nun, da Vorder- und Hintergrund getrennt sind, können Sie im Abschnitt Auswahl "Invertieren" auswählen. Jetzt wird Ihr Hintergrund ausgewählt und Sie können Weichzeichnen-Effekte anwenden, ohne das Thema ändern zu müssen.
  5. Unterhalb des Abschnitts Filter wählen Sie “Gaußscher Weichzeichner” im Unterabschnitt Weichzeichner aus. Der komplette Hintergrund wird weichgezeichnet, Sie können aber die Weichzeichnen-Radien auf Ihre Bedürfnisse abändern. Ein höherer Weichzeichnen-Radius (z. B. 8) bedeutet ein verschwommeneres Bild, wobei ein kleiner Radius (z. B. .5) kaum wahrnehmbar ist.

 

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