1080p vs. 1080i

Heutzutage haben die meisten HDTVs zwei Bildmodi mit ähnlichen Bezeichnungen: 1080p und 1080i. Sie haben sie selbe Bildschirmauflösung, was ist also der Unterschied zwischen den beiden Modi? Nachstehend untersuchen wir die Hauptunterschiede beim Vergleich von 1080p mit 1080i.
 

Interlaced Scan

Fangen wir mit den Abkürzungen an — 1080p ist die Abkürzung für 1080 “Progressive Scan”, während 1080i die Abkürzung für “Interlaced Scan” ist. In einem Interlaced Scan leuchten ungerade und gerade Pixelzeilen abwechselnd auf. Jede Zeilenreihe heißt “Feld”. Weil die Felder so schnell blinken (30 Mal pro Sekunde!) nehmen Ihre Augen den Wechsel nicht wahr und Ihr Gehirn erkennt ein vollständig zusammengesetztes Bild. Die Zahl 1080 bezieht sich auf die Anzahl der vertikalen Pixel. Jedes Feld in einem Interlaced Scan besteht aus 540 Pixeln und wenn Sie alle Felder addieren, erhalten Sie eine Gesamtzahl von 1080 vertikalen Pixeln.
 

Progressive Scan

Progressive Scan geht mit diesen 1080 Pixeln anders um und tastet jede Zeile progressiv ab. Ihr Bildschirm aktualisiert jede Zeile 60 Mal pro Sekunde. Selbstverständlich ist die technische Durchführung schwieriger, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Bildqualität

Obwohl die gleiche Anzahl an vertikalen Pixeln verwendet wird, haben Bilder, die mit 1080p erstellt wurden, generell eine viel höhere Qualität als diejenigen, die mit Interlaced Scan erstellt wurden. 1080p wird oftmals als “Full HD” bezeichnet, um es von den Bildern mit geringerer Qualität in 1080i oder 720p unterscheiden zu können.
 
Der Qualitätsunterschied zwischen 1080i und 1080p ist besonders in Szenen mit vielen Bewegungen auffällig, wie beim sagenhaften Kampf zwischen Batman und Superman, oder einer Verfolgungsjagd durch Midtown Manhattan. Interlaced Scan erzeugt in diesen Szenen mit intensiven Bewegungen oftmals einen unscharfen oder Zieh-Effekt.
 
Neben der Bewegung wird auch die Bildqualität von der Größe Ihres Bildschirms beeinflusst. Beim Vergleich von 1080p mit 1080i sind Änderungen der Schärfe und Klarheit für die meisten Zuschauer auf sehr großen Bildschirmen erkennbar. Auf kleineren Bildschirmen werden Sie wahrscheinlich nicht viel Unterschiede erkennen, es sei denn, Sie haben ein übermenschliches Sehvermögen. Für diejenigen unter uns mit durchschnittlichem Sehvermögen benötigen wir einen Fernseher mit mindesten 42 Zoll, um einen signifikanten Unterschied zwischen den Formaten zu erkennen. Fast alle aktuell hergestellten HDTVs können 1080i “entflechten”, sodass sie genauso gut wie mit 1080p aussehen. Beim beiläufigen Betrachten ist der Unterschied kaum erkennbar.
 

Kabel-Konfusion

Letztendlich bieten Kabelgesellschaften manchmal ein 1080i-Bild, komprimieren die Daten dann aber erheblich, sodass weniger Bandbreite benötigt wird. Dieser Prozess kann Details verwischen oder verpixelte Farbabstufungen erzeugen, insbesondere in Szenen mit viel Bewegungen. Es ist zwar HD im technischen Sinn, aber nicht so gut wie “True” oder “Full” HD. 


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