Ein Bildelement (zum Teil) in Rauch aufzulösen mag zunächst schwierig erscheinen, aber mit einigen Tricks ist der Weg dahin ein Kinderspiel. Hier geht es nicht um das perfekte Freistellen, wir helfen uns mit einem einfarbigen Hintergrund. Noch schnell einige Rauch-Pinsel laden und schon können wir beginnen …

Informationen

Schwierigkeitsgrad: 3 von 6
Bildmaterial: Eigenes, Stockmaterial
Werkzeuge im Einsatz: Lasso-Werkzeug, Schnellauswahlwerkzeug, Masken, Kante verbessern

Du lernst:

  • Schnelles Freistellen
  • Hintergrund auffüllen
  • Masken im Einsatz
  • Pinselspitzen laden und nutzen

Ausgangsmaterial

Wir benötigen ein Model vor einfarbigen Hintergrund. So ersparen wir uns viel Arbeit mit dem perfekten Freistellen und auch die spätere Umsetzung einiger Bereiche als Rauch gelingt weitaus einfacher. Spezielle Pinsel zur Rauchsimulation werden im Laufe der Bearbeitung nötig, wobei wir da auf zahlreiche Beispiele verweisen, zum schnellen Download.

Dispersions-Schritt #1: Hintergrund erzeugen

Damit auch hinter dem Model in den folgenden Schritten ein Hintergrund zu sehen ist, kopierst du zunächst die aktuelle Ebene, etwa über Strg+J. Wähle dann mit dem Lasso-Werkzeug das Model grob aus und gehe im Hauptmenü auf Bearbeiten > Fläche füllen. Stelle im Dialog-Fenster den Inhalt auf Inhaltsbasiert und bestätige über OK. das Tastenkürzel Strg+D hebt dann die Auswahl auf. Der Hintergrund sollte sich nun ohne Model zeigen.

Dispersions-Schritt #2: Model freistellen

Aktiviere die Hintergrundebene und drücke Strg+J zum Kopieren. Durch Anklicken und Ziehen legst du diese Kopie in der Ebenenreihenfolge ganz nach oben ab. Nutze zur Auswahl des Hintergrundes das Schnellauswahlwerkzeug. Über die Pinselgröße, die du in der Optionsleiste einstellen kannst, steuerst du auch die Stärke der Umsetzung beim Selektieren. Möchtest du einen Bereich von der Auswahl subtrahieren, so halte bei der Bearbeitung die Alt-Taste gedrückt. Gehe dann im Menü auf Auswahl > Auswahl umkehren.

Um die Selektion zu verbessern, klickst du oben in der Optionsleiste auf den Button Kante verbessern. Das Radius-verbessern-Werkzeug ist schon aktiv, mit dem du nun besonders über die Haare (und immer auch etwas über den alten Hintergrund) malst. Nutze auch die Regler unter Kante anpassen, um das Ergebnis zu verfeinern.

Bist du zufrieden, so bestätige über OK und klicke im Ebenenbedienfeld auf den Button Ebenenmaske hinzufügen. Auch jetzt hast du noch die Chance, die Freistellung zu optimieren, etwa über Fenster > Eigenschaften und da den Button Maskenkante. Auch von Hand kann die Maske noch angepasst werden, etwa mit dem Lasso-Werkzeug, einer Auswahl und dem Klicken der Entfernentaste bei schwarzer Hintergrundfarbe.

Dispersions-Schritt #3: Kopie des Models verzerren

Das Tastenkürzel Strg+J kopiert das freigestellte Model. Über einen Rechtsklick auf die untere Maske (also der darunter liegenden Ebene) wählst du Ebenenmaske anwenden an. Ziel ist es nun, die Substanz für den Rauch zu erschaffen. Aktiviere dazu das Verschiebenwerkzeug und bewege die Kopie etwas nach links. Gehe dann im Menü auf Filter > Verflüssigen und setze da die Größe der Werkzeugspitze auf 500 herauf. Ziehe die Kopie weitaus größer auf und bestätige über OK.

Dispersions-Schritt #4: Werkzeugspitze aus Rauch

Klicke im Ebenenbedienfeld auf den Button Ebenenmaske hinzufügen bei gedrückter Alt-Taste. Der komplette Inhalt der Ebene wurde damit auf Transparenz gesetzt. Aktiviere die Maske der obersten Ebene und aus der Werkzeugleiste den Pinsel.

Wir benötigen nun einige Rauch-Pinsel, die du etwa in dieser Kollektion entdecken kannst. Nach dem Download und dem Entpacken klickst du in der Optionsleiste auf die Auswahl für Pinselvorgaben und da auf der rechten Seite auf das kleine Zahnrad-Icon. Jetzt kannst du leicht über Pinsel laden die Rauch-Pinsel in Photoshop ablegen.

Dispersions-Schritt #5: Model verschwindet

In diesem Schritt lassen wir Teile des Models verschwinden, die langsam in Rauch übergehen sollen. Mit dem Pinsel und schwarze Vordergrundfarbe malst du in der Maske der obersten Ebene, um etwa die Beine oder Arme in Rauch aufzulösen. So wird das Model zunächst etwas kleiner.

Dispersions-Schritt #6: Rauch erscheint

Aktiviere nun die Maske der darunter liegenden Ebene und male darin mit weißer Vordergrundfarbe und dem Pinsel weiteren Rauch ein. Wechsel dazu immer wieder die Werkzeugspitze, um ganz unterschiedliche Rauchstrukturen zu generieren. So werden manche Bereiche des Körpers weiter geführt, also verlängert, um den Rauch etwas verwehen zu lassen.

Dispersions-Schritt #7: Rauch optimieren

Erstelle eine neue Ebene, etwa über Umschalt+Strg+N, und male darin mit dem Pinsel und passenden Vordergrundfarben weiteren Rauch ein. Halte kurz I gedrückt für die Pipette, um Farben des Models aufzunehmen. So kannst du leicht weiteren Rauch einzeichnen.

Natürlich könnte ein Bildelement auch ganz anders aufgelöst werden, etwa in Farbspritzer oder erodierendes Gestein. Die Techniken gleichen sich, die eingesetzten Werkzeugspitzen sind dann aber andere.