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Startseite Videoproduktion 10 einzigartige Möglichkeiten, um eine einzelne Location einzufangen

10 einzigartige Möglichkeiten, um eine einzelne Location einzufangen

Hier sind zehn verschiedene Arten, wie ihr einen Drehort für Stock Footage oder für eure Kundenvideos filmen könnt!

Wenn es darum geht, einen Ort zu filmen, ist Zeit Geld. Ihr habt wahrscheinlich nur einen begrenzten Zeitrahmen für die Aufnahmen – entweder für Stockvideos oder für ein Kundenprojekt. Deshalb müsst ihr eure Drehzeit optimal nutzen. Die beste Methode dafür ist, eine Vielzahl von unterschiedlichen Einstellungen zu machen. Bei Stock Footage gibt dies den Käufern mehr Optionen, da vermutlich nicht jede Aufnahme eines Ortes zur gewünschten Stimmung jedes Projekts passt.

Beim Filmen hilft es auch, „wie ein Cutter zu drehen“, wie es so schön heißt. Im Wesentlichen geht es darum, eine Reihe von Aufnahmen zu filmen, die Cutter normalerweise suchen. Dadurch erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich eure Stockvideos verkaufen, weil sie besser diesen Bedarf decken! Eine seltene Einstellung und Spezialaufnahmen können euer Filmmaterial zu etwas ganz Besonderem machen. Darauf werden wir im Laufe des Artikels noch näher eingehen.

Schauen wir uns jetzt zehn einzigartige Möglichkeiten an, um eine Location einzufangen!


1. Tageszeit

Zu verschiedenen Tageszeiten zu filmen, ist wahrscheinlich die einfachste Art, mehr Abwechslung zu schaffen. Wenn ihr bei Sonnenaufgang, am Nachmittag, in der Abenddämmerung und bei Nacht filmt, habt ihr bereits vier verschiedene Stimmungen für einen Drehort. Und dabei sind noch nicht einmal die verschiedenen Wetterbedingungen berücksichtigt, die das Erscheinungsbild eines Ortes verändern können. Noch umfassender als die Tageszeit wäre die Jahreszeit. All die verschiedenen Aufnahmemöglichkeiten können sich schnell vervielfachen, sogar für einen einzigen Drehort.

Time of Day

Nehmt den ganzen Tag über auf, um verschiedene Stimmungen einzufangen. Bild: hans engbers.

Stellt euch einmal vor, ihr macht Außenaufnahmen von einer großen Lagerhalle für Stock Footage. Ein Kunde braucht beispielsweise eine Aufnahme für ein Filmprojekt und eine stimmungsvolle Aufnahme mit einer Lagerhalle an einem bewölkten Tag, vielleicht mit etwas Schnee. Ein anderer Kunde wiederum könnte ein Logistikunternehmen sein, das eine Aufnahme für ein Werbevideo benötigt und diese dann wahrscheinlich mit einer Lagerhalle an einem hellen, sonnigen Tag möchte. So könnt ihr eine Menge unterschiedliches Filmmaterial produzieren, ohne dass ihr zusätzliche Ausrüstung benötigt!


2. Identifizierende und nicht-identifizierende Merkmale

Wenn ihr Stockvideos produziert, solltet ihr einige Aufnahmen machen, die ortsbezogene Merkmale zeigen, und andere, die das nicht tun. Der Grund dafür ist, dass einige Kunden nach ortsspezifischem Filmmaterial suchen und andere nicht. Identifizierende Merkmale sind Dinge wie bestimmte Beschilderungen, Ortsnamen oder leicht erkennbare Orientierungspunkte.

Identifying Properties

Filmt sowohl identifizierende als auch nicht-identifizierende Merkmale. Bild: View Apart.

Ein klassisches Beispiel wäre, wenn ihr Aufnahmen von einer Kleinstadt macht und im Hintergrund ein Wasserturm zu sehen ist, auf dem der Name der Stadt steht. Macht ein paar Aufnahmen mit dem Wasserturm im Bild und andere ohne ihn. Einige Kunden suchen vielleicht nach speziellen Aufnahmen dieser Stadt, andere wollen dagegen nur eine typische Kleinstadtaufnahme. Auf diese Weise könnt ihr leicht die Footage-Anforderungen beider Kunden erfüllen.


3. Walkthrough-Aufnahmen

Walkthrough-Aufnahmen von einem Ort erfordern eventuell mehr Ausrüstung, aber sie lassen den Zuschauer wirklich in den Ort eintauchen und vermitteln ein besseres Gefühl für den Maßstab. Ihr braucht wahrscheinlich einen 3-Achsen-Gimbal oder eine Kamera mit einer hervorragenden kamerainternen Stabilisierung (wenn ihr beides habt, ist das noch besser!). Ich konnte gute Erfolge mit dem Verkauf von Videoclips im Walkthrough-Stil erzielen und ihr könnt auch etwas Abwechslung hineinbringen, indem ihr die Rundgänge in verschiedenen Geschwindigkeiten aufnehmt – von langsam bis schnell.


4. Establishing Shot (Eröffnungsszenen)

Establishing Shots (oder Eröffnungsszenen) sind die häufigsten Arten von Stock Footage im Zusammenhang mit Drehorten. Sie sind einfach zu erstellen und bei den meisten Kundenprojekten sehr gefragt. Dies sind in der Regel Aufnahmen, bei denen die Kamera auf einem Stativ fixiert ist und einen Ort präsentieren.

Establishing Shot

Filmt den Ort aus unterschiedlichen Distanzen. Bild: GavranBoris.

Die am häufigsten gewählte Vorgehensweise besteht wahrscheinlich darin, den Ort aus der Ferne zu filmen, damit alle interessanten Merkmale in die Aufnahme einbezogen werden können. Ihr könnt jedoch  Abwechslung in Establishing Shots bringen, indem ihr mit verschiedenen Objektivbrennweiten und Kamerapositionen experimentiert. Seht euch dazu das Tutorial Das beste Objektiv für euer Projekt bestimmen auf PremiumBeat an.


5. Drohnenaufnahmen

Drohnenaufnahmen sind definitiv meine Favoriten, wenn es darum geht, einen Ort zu filmen. Damit könnt ihr flüssige Bewegungen mit einem weiten Sichtfeld kombinieren und den Betrachtern eine ganz neue Perspektive bieten.

Drone Aerial

Verändert die Perspektive und lasst die Drohne starten. Bild: marcin jucha.

Drohnenaufnahmen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie traditionelle Eröffnungsszenen, aber sie können in der Regel einen noch höheren Produktionswert bieten. Und da Drohnenaufnahmen noch nicht so häufig vorkommen, sind sie bei Kunden sehr gefragt und begehrt, wenn es um Stock Footage geht. Drohnen können auch als Alternative zu 3-Achsen-Gimbals für ruckelfreie Walkthrough-Aufnahmen eingesetzt werden. Werft einen Blick auf unser Shutterstock-Tutorial 7 Arten, Drohnenaufnahmen in der Nachbearbeitung zu verbessern.


6. Makro-Texturen

Die Texturen eines Ortes zu filmen ist eine weitere Möglichkeit, um interessante Effekte zu erzielen. Dies könnt ihr leicht mit Makro- oder sogar Zoomobjektiven machen. Oder falls ihr ein Objektiv mit großer oder geringer Schärfentiefe habt, könnt ihr damit auch bestimmte wichtige Elemente an einem Ort in den Mittelpunkt stellen. Solche Aufnahmen eignen sich gut als Ergänzung und B-Roll für umfassendere Establishing Shots.

Macro Textures

Werdet kreativ und filmt die Texturen eines Ortes. Bild: YRABOTA.


7. Die besonderen Details filmen

Jeder Drehort hat etwas Spezielles. Wenn ihr dort also Aufnahmen macht, solltet ihr unbedingt die besonderen Details der Location filmen. Mit anderen Worten: Dinge, die diesen Ort einzigartig machen. Nehmen wir zum Beispiel an, ihr filmt Stock Footage von einer Baustelle. Fokussiert euch dabei nicht nur einfach auf die Baustelle selbst. Findet besondere Merkmale und nehmt sie auf – Geräte, Holzstapel, Ziegelsteine oder Kieshaufen. So könnt ihr zahlreiche Clips von verschiedenen Elementen erstellen, die alle an einem Ort aufgenommen wurden. Zudem erhöht dies die Attraktivität all eurer Clips und kann die Wünsche von noch mehr Kunden erfüllen.

Film the Niches

Filmt die Einzigartigkeit eines Ortes. Bild: NanoStock.


8. Slow Motion

In Slow Motion zu filmen ist eine weitere Möglichkeit, um eine einzigartige Perspektive eines Ortes zu erzeugen. Experimentiert mit verschiedenen Bildfrequenzen, um verschiedene Effekte zu erzielen. Ihr könnt diese Methode mit allen anderen zuvor erwähnten Aufnahmetypen kombinieren, um für noch mehr Abwechslung zu sorgen. Eine weitere Möglichkeit ist, die Bildrate auf zum Beispiel 60 Bilder pro Sekunde zu erhöhen, falls Kunden Inhalte mit höherer Bildfrequenz wünschen.

Slow Motion

Verändert die Perspektive mit Aufnahmen in Slow Motion. Bild: irabel8.


9. Effekte und spezielle Objektivfilter

Der Einsatz von Kameraeffekten und speziellen Objektivfiltern ist eine weitere Möglichkeit, um euer Filmmaterial zu differenzieren. Einer meiner Lieblingseffekte ist, die Verschlusszeit unter die Bildrate zu senken. Dies erzeugt eine extreme Bewegungsunschärfe auf dem Filmmaterial (die oft mit einem Panik-Effekt einhergeht). Eine weitere Sache, die ihr ausprobieren solltet, ist die Verwendung von Spezialfiltern, wie zum Beispiel anamorphotische Lens-Flare-Filter oder Split Diopter. Diese eröffnen eine Menge kreativer Möglichkeiten am Drehort.

Lens Filters

Bringt mit Spezialfiltern Abwechslung in die Aufnahme. Bild: New Africa.


10. 360-Grad-Video

Zu guter Letzt könnt ihr mit Spezialkameras experimentieren, zum Beispiel mit einer 360-Grad-Videokamera, um ein paar extreme Aufnahmen eines Ortes zu realisieren. Etwas, das ich besonders gern mit einer 360-Grad-Kamera erzeuge, ist der Tiny-Planet-Effekt. Oder ihr könnt mit einer 360-Grad-Kamera auch gleichwinklige, vollsphärische Fotos von einem Ort machen, um sie für visuelle Effekte und HDRI-Belichtung in einer 3D-Software zu verwenden.

360 Video

Erzeugt den Tiny-Planet-Effekt mit einer  360-Grad-Kamera. Bild: RodClementPhotography.


Zusätzliche Tipps

Zwei Dinge möchte ich noch einmal betonen, damit ihr mit eurem Footage den maximalen Erfolg erzielt. Das erste ist „Rarity sells“, also Seltenes verkauft sich besser. Das bedeutet, dass einzigartiges Location Footage heraussticht und attraktiver für Kunden ist. Denn wenn euer Filmmaterial genauso aussieht wie das von allen anderen, werden die Kunden es wahrscheinlich glatt übersehen. Der zweite Tipp ist: „Macht eure Aufnahmen länger als normal.“ Typischerweise sind meine Stock Videoclips zwischen 15 und 30 Sekunden lang. Das mag zwar manchmal wie eine Ewigkeit erscheinen, aber ihr könnt nie wissen, in welcher Länge Kunden Stock Videos brauchen. Und es passiert recht häufig, dass ein Kunde den perfekten Clip findet, der dann aber doch ein paar Sekunden zu kurz ist, sodass er sich für einen anderen Clip entscheiden muss.


Titelbild: Zakirov Aleksey

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