Innerhalb Designer Passport stellen wir monatlich folgend einen herausragenden Designer weltweit vor. Ihr erhaltet hier detaillierten Einblick in die jeweilige Arbeit eines herausragenden Designers kennen. Der gekonnte Einsatz von Shutterstock-Bildmaterial wird Schritt für Schritt innerhalb des dazugehörigen Tutorials anschaulich gemacht. Kurz gesagt: Mit Designer Passport lernt ihr gute Designer und deren Arbeit kennen und bringt euer eigenes Können als Gestalter vorwärts.

Dan Matutina ist ein philippinischer Grafiker und Zeichner, der handgemalt und digital, sauber und schmutzig, alt und modern auf sehr ästhetische Weise zusammen bringt. In seinen Arbeiten kombiniert Matutina Farben mit unterschiedlichen Texturen und Formen und erzählt damit immer auch eine Geschichte.

„Ein Text über Spiele als Kunstform, den ich im Internet gelesen habe, hat mich zu dieser Arbeit inspiriert,” erinnert sich Matutina. „Ich stelle den XBox-Controller in dem Werk als Farbpalette dar, die Tasten wurden zu Farbnäpfen etc. Die eine Hand hält einen Pinsel und im Hintergrund sieht man anstelle des Fernsehers Staffelei und Leinwand.“

Viel Spaß mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung von Dan! Gegen Ende könnt ihr das gesamte Tutorial dann außerdem noch einmal im Zeitraffervideo sichten.

Schritt 1

Die eigentliche Illustration beginne ich immer mit einem Vektorprogramm wie Adobe Illustrator. Ich persönlich arbeite am liebsten zuerst in Illustrator, da die Handhabung von Ebenen und Elementen dort wirklich sehr einfach ist. Dazu verwende ich dann meinen eigenen Farbmustersatz, um möglichst einheitlich erscheinende Illustrationen zu erhalten.

Schritt 2

Nachdem alle Formen in Illustrator erstellt sind, importiere ich die Elemente bzw. übernehme sie per Kopieren und Einfügen in Photoshop. Für meine Arbeit verwende ich auch eigene Farbüberlagerungssätze; dadurch bleibt der typische „Look“ meiner Illustrationen erhalten. Man sollte die Ebenenordner natürlich bestmöglich strukturieren.

Schritt 3

Bilder von Papiertexturen herunterladen und öffnen, um sie für die Illustrationen zu nutzen.

Schritt 4

Es empfiehlt sich, die Sättigung der Texturen zu verringern (Cmd/Strg + U), um so den Farbton und die Intensität der zugrundeliegenden Illustration nicht zu verändern. Überlagerung/Weiches Licht als Füllmethode für die Texturebene auswählen.

Schritt 5

Dann die Textur per Klick auf „Ebenenmaske hinzufügen“ maskieren.

Schritt 6

Zur Erstellung von Schatten und Lichtpunkten eine Ebene duplizieren und „Multiplizieren“ als Füllmodus für die Ebene darüber auswählen.

Schritt 7

Die Sättigung der neuen Ebene verringern (Cmd/Strg + U).

Schritt 8

Mithilfe der eigenen (oder heruntergeladener) Pinsel die Ebene maskieren, um Lichtpunkte zu setzen. Hierbei werden im Grunde Teile der „multiplizierten“ Ebene gelöscht.

Schritt 9

Weitere Teilbereiche der Ebene maskieren, um noch mehr Lichter zu setzen.

Schritt 10

Nach Fertigstellung der Lichter Schatten hinzufügen. Hierzu eine neue Ebene erstellen (Cmd/Strg + Umschalt + N) und schwarze oder graue Malstriche in die Bereiche setzen, die schattiert werden sollen. Dadurch wirkt die Illustration plastischer.

Schritt 11

Nach Bedarf weitere Lichter und Schatten setzen. Ich verwende für Lichter und Schatten in der Regel Referenzfotos, es macht aber oft auch Spaß, sie einfach so und ohne Vorlage zu erstellen.

Schritt 12

Dieselben Bildtexturen werden für die Staffelei verwendet. Der einzige Unterschied ist, dass hier dunkle Farben zum Tragen kommen. Hierzu dient die Leiste für Farbton/Sättigung, die sich über die Tastenkombination Cmd/Strg + U aufrufen lässt.

Schritt 13

Nach Bedarf weitere Texturen hinzufügen. Für die Beine der Staffelei habe ich eine Holzstruktur hinzugefügt.

Schritt 14

Die Holzstruktur maskieren.

Schritt 15

Weitere Körnung und Texturen hinzufügen. Für dieses spezielle Beispiel habe ich einen eigens erstellten Photoshop-Pinsel verwendet. Alternativ kann man sich eine Rastertextur herunterladen und diese mithilfe von „Multiplizieren“ füllen.

Schritt 16

Das Endergebnis. Aber halt …

Schritt 17

… ein Tipp fehlt noch. Manchmal bearbeite ich noch die Jpeg-Datei schlussendlich mittels Camera Raw in Photoshop, um weitere Farbeffekte hinzuzufügen. Für meinen Workflow halte ich hier bereits Voreinstellungen zur Verfügung.

Hier das Zeitraffervideo des gesamten Tutorials – darin werden noch einmal alle Schritte bis zum fertigen Kunstwerk deutlich.

Auf der Website von Dan Matutina sind außerdem weitere seiner Arbeiten zu sehen: www.twistedfork.me.
Im Leuchtkasten findet ihr alle Texturen, die für diese Arbeit verwendet wurden »

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