Shutterstock macht die Arbeit spannender Kreativer bekannt und beleuchtet neue Wege etablierter Unternehmen. Wir haben mit Sebastian Druschel, einem der vier Gründer von Parasol Island, gesprochen. Das in Düsseldorf und Berlin ansässige Digital-Studio vereint verschiedene kreative Disziplinen und baut auf ein Team unterschiedlichster Talente.

Was ist Parasol Island? Wofür seid Ihr gut, was macht euch aus deiner Sicht aus?

Parasol Island ist ein integriert arbeitendes Digital-Studio. Wir produzieren Filme, animieren Bewegtbild und entwickeln digitale Kommunikation. Unsere Abteilungen Animation, Film, Interactive sowie die Division »Another Slang«, speziell für Mode-, Luxus- und Lifestyle-Kunden, arbeiten eng verzahnt zusammen, diese enge Verzahnung ist auch etwas, das uns sehr wichtig ist und uns ausmacht. Im digitalen Zeitalter stehen die genannten Disziplinen untrennbar verbunden. Heute kommt zum Beispiel eine bessere Marken-Website kaum ohne Bewegtbild aus. Wir liefern alle Leistungen aus einer Hand – unter einem Parasol.

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Warum seid ihr erfolgreich?

Bei uns steht der Kunde im Vordergrund. Ihm kommt unsere integrierte Arbeitsweise zu Gute. Für sein Projekt vereinen wir Talente aus den verschiedensten Disziplinen unter einem Dach. Hier ist kein Platz für Egos, unsere Struktur funktioniert ausschließlich im Team. Das sehen unsere Kunden in dem Ergebnis, das wir gemeinsam realisieren. Und das hat sich schlussendlich auch herumgesprochen … 

Ihr seid Firmengründer und Freunde und das seit vielen Jahren. Wie geht das?

Wir vier Gründer kennen uns alle schon wirklich lange. Jeder von uns bringt ein anderes Setup mit – bringt andere Talente mit. Wir kennen unsere Stärken und Schwächen mittlerweile zum Glück sehr gut. Das hilft uns auch, für jeden der Partner die beste Position und Rolle in der Firma zu finden.

Das sieht alles sehr cool aus hier, fast wie Urlaub. Ist das Setting für euer Studio wichtig?

Unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und wir selbst wollen uns wohlfühlen. Wir alle verbringen viel Zeit auf der Insel. Und unser Verständnis von Wohlfühlen heißt nicht, dass es vergoldete Kaffeetassen, verglaste Aufzüge oder separate Chefbüros mit Vorzimmerdame geben muss. Unsere Küche mit dem riesigen Holztisch ist uns da wichtiger. Wir kochen mittags zusammen und wollen uns halt auch mal entspannt mit einem Kunden unterhalten können. Oder dass es immer frisches Obst aber auch genügend Bier gibt. Oder unsere alten Arcade-Maschinen, wo man eine Runde zocken kann. Tischtennis wird übrigens auch viel gespielt. Und im Sommer wird im Hof gegrillt. Kreativität entsteht in genau solchen Freiräumen.

Wohin entwickelt ihr euch aus deiner Sicht und wohin wollt ihr mit Parasol Island?

Wir sind in den letzten Jahren stetig gewachsen, dabei geht es aber nicht um die reine Größe oder Umsatz. Uns geht es darum, dass wir damit noch mehr Möglichkeiten haben und mehr Talente bei Parasol Island versammeln.

Der Kaffee ist auch top. Arbeiten eure Leute hier immer bis spät und am Wochenende?

Haha … ja, wir haben tolle Kafeemaschinen. Aber wir planen unsere Projekte so, dass wir eigentlich nie bis spät in die Nacht oder am Wochenende arbeiten. Uns ist wichtiger, dass jeder morgens frisch und motiviert in die Firma kommt und die vorhandene Arbeitszeit optimal einsetzen kann.

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Wie motiviert ihr euch selbst und eure Mitarbeiter?

Die beste Motivation sind letztendlich doch immer noch herausfordernde, interessante Projekte gepaart mit großartigen Umsetzungs-Möglichkeiten. Das fängt mit den Teams an: Mit talentierten und inspirierten Kollegen arbeitet jeder am liebsten. Und wir möchten die besten Produktionsmittel zur Verfügung haben: Ein eigenes Film- und Fotostudio, ein Musikstudio, leistungsfähige Hardware, die beste und neueste Software. Dazu haben wir eine wirklich tolle administrative Infrastruktur, die jedem Kollegen ganz viel Lästiges abnimmt und dabei hilft, dass sich jeder wirklich auf das konzentrieren kann, was er gerne macht: Tolle Arbeit.

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Was könnt ihr zum Thema Awards und Preise sagen? Sind die wichtig?

Awards haben für uns keinen hohen Stellenwert. Aber natürlich freuen wir uns auch darüber – zum Beispiel als wir es 2014 im Kreativranking der Werbefilmproduktionen (W&V) auf den dritten Platz geschafft haben.

Habt ihr eigentlich noch Hobbys?

Klar, auch die Gründer nehmen sich die verdiente Freizeit – da gilt dieselbe Prämisse wie für das gesamte Team. Moritz ist leidenschaftlicher Surfer, Charles sammelt seltene Vinyl-Platten und legt auf, Philip fliegt gerade viel mit seiner Drohne durch die Gegend und ich entspanne bei mehrtägigen Hiking-Touren.

Ihr seid ein »Creative One Stop Shop«? Was für ein Shop ist das?

Das ist der Shop der Gegenwart für kreative Problemlösungen. Unsere Kunden profitieren von der unter einem Schirm gebotenen Leistungsvielfalt. Früher musste ein Kunde für ein vielschichtiges Kommunikationskonzept mit mehreren Anbietern zusammenarbeiten und diese irgendwie koordinieren. Heute kommt er zu uns, kann sich einem einzigen Ansprechpartner anvertrauen, der dann ein ganzes Bündel an Maßnahmen begleitet.

Und was ist dieses »Another Slang«?

Another Slang ist eine eigene Division, die speziell auf die Bedürfnisse von Mode-, Luxus- und Lifestyle-Kunden ausgerichtet ist. Diese Marken kommunizieren oft in einer eigenen Tonalität, die ganz speziell auf ihre Zielgruppe ausgerichtet werden muss, eben in einem »anderen Slang«. Unsere Talente bei »Another Slang« sprechen mit und entwickeln maßgeschneiderte Kommunikationskonzepte.

Setzt ihr nur für den deutschen Raum um, für Europa oder auch für den US-Markt? Wie stellt ihr euch da auf?

Generell ist Deutschland als unser Heimatmarkt immer noch von zentraler Bedeutung. Aber wir betreuen Kunden aus ganz Europa, ab und zu auch aus den USA und Asien. Was uns bei den internationalen Projekten hilft ist unsere bunt gemischte Mannschaft. Bei Parasol Island arbeiten Amerikaner, Kanadier, Engländer, Russen, Japaner, Skandinavier und viele andere Nationalitäten zusammen – daher rührt eine internationale Sicht auf viele Dinge.

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Was waren die spannendsten Projekte, die ihr bis heute umgesetzt habt und warum?

»Das« spannendste Projekt gibt es überhaupt gar nicht. Jedes Projekt ist individuell zu betrachten und jedes birgt seine ganz eigenen Facetten und Herausforderungen.

Und was war euer schlimmstes Kundenerlebnis?

Ihr meint das Schlimmste, was einem unserer Kunden passiert ist und was wir dann gemeinsam gelöst haben? Da gibt’s jede Menge von … Autos, die nicht am Set ankommen, Drohnen, die ins Meer abstürzen, Web-Server, die unter Anstürmen zusammenbrechen und mehr. Fingers crossed – bisher haben wir wirklich alles mit Bravour lösen können.

Ihr habt jetzt ja auch ein Büro in Berlin. Für was ist Berlin gut und für was Düsseldorf?

Erst einmal sehen wir das als Einheit. Wir sind intern so gut vernetzt, dass der Standort sekundär ist. In Düsseldorf haben wir gegründet, Berlin war als Hauptstadt der nächste konsequente Schritt. Gerade jüngeren Talenten bietet Berlin ein spannendes Lebensumfeld.

Wo macht der Einsatz von Stockmaterial für euch eigentlich Sinn?

Wir arbeiten als Produktion natürlich vorwiegend mit eigenem Content. Stockmaterial kommt bei uns im Fotobereich zum Einsatz, zum Beispiel für Moodbilder, die wir in Präsentationen und flankierend für Social-Media-Kampagnen einsetzen.

Ihr habt jung gegründet. Aus heutiger Sicht, was ratet ihr jungen Gründern?

Machen!

 

Parasol Island GmbH
Neusser Str. 125
40219 Düsseldorf

 

 

Den im Video eingesetzten Sound gibts auf Shutterstock Musik:

Virtual Boy – The Future Holds a Beat
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Knobs and Buttons von Neon Logic

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DoorknobTwist von MING+FS

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Star Gazing von Kinzli & the kiloWatts – Star Gazing

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King von Benny Hawes

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Design Director: Philippe Intraligi
Text & Interview: Valentin von Vacano
Kamera: Halil Özet
Ton: Rainer Kzonsek
Schnitt: Leonhard Lierzer
Vielen Dank an: Uwe Hasenfuss

Wir freuen uns auf die dmexco2015 in Köln:

dmexco2015
16. – 17. September
Halle 7.1 / Stand A049/B048

Koelnmesse GmbH
Messeplatz 1
50679 Köln

 

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